• slide01.jpg
  • slide03.jpg
  • slide08.jpg
  • slide06.jpg
  • slide04.jpg
  • slide07.jpg
  • slide05.jpg
  • slide02.jpg

Gestern Abend kam es zu einem technischen Defekt an der Neubiberger Flüchtlingsnotunterkunft. Das in der Traglufthalle stationierte Sicherheitspersonal nahm Gasgeruch wahr, der vermutlich auf eine Störung an der Heizungsanlage zurückzuführen war. Die Halle mit ihren derzeit ca. 250 Bewohnern wurde sofort geräumt. Durch die gleichzeitige Öffnung aller Schleusen sackte die mit permanentem Überdruck stabilisierte Halle innerhalb weniger Minuten in sich zusammen. Zwar richtete sich die Plane nach einiger Zeit wieder auf, das Zusammensacken verursachte allerdings Schäden, die eine schnelle Rückkehr der Bewohner unmöglich machten. Die bei starkem Sturm auf freiem Flugfeld versammelten Flüchtlinge wurden zunächst gemäß Notfallplan mit zahlreichen Mehrzweck- und Mannschaftstransportfahrzeugen, sowie zwei Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr München, in die Turnhalle an der Zwergerstraße verbracht und dort betreut.


Nach Beurteilung der Schäden durch die Betreiber der Traglufthalle wurde absehbar, dass die Reparatur voraussichtlich den Rest der Woche in Anspruch nimmt. Da die Turnhalle an der Zwergerstraße mangels entsprechender Einrichtung nicht für einen längeren Aufenthalt geeignet ist, wurde eine weitere Halle mit entsprechenden Schlafkapazitäten nötig. Die Örtliche Einsatzleitung konnte hierfür, in Absprache mit dem Landratsamt München, eine noch freie Halle in Grünwald ausfindig machen. Gegen etwa 1 Uhr nachts wurden die Flüchtlinge in einem Konvoi der vorhandenen Fahrzeuge dort hin transportiert.

Verletzt wurde niemand, jedoch kam es während des mehr als 4-stündigen Einsatzes zu zwei medizinischen Notfällen bei den Flüchtlingen, die durch First Responder und Rettungsdienst versorgt wurden.

Im Einsatz waren etwa 200 Kräfte zahlreicher Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei und des Helferkreises Asyl.